Einführung

Wer schon einmal von der Herzinsuffizienz gehört hat, weiß, dass es sich hier um eine schwere Erkrankung des Herzens handelt. Doch welche Ursachen, welche Auswirkungen und welche Beschwerden begleiten diese Erkrankung und wie lässt sie sich behandeln?

Ursachen und Auslöser einer Herzinsuffizienz

Rund 80 bis 90 Prozent aller Betroffenen haben einen geschwächten oder anderweitig funktional gestörten Herzmuskel. Auch eine Einengung des Herzens durch eine Flüssigkeitsansammlung, ein zu geringer Herzdruck oder ein erhöhter Blutbedarf bei Bluthochdruck oder Blutarmut können zur Insuffizienz des Herzens führen. Die Auslöser sind also vielseitig und können sich in unterschiedlichen Ursachen äußern. Meist handelt es sich um eine vorübergehende Erkrankung, welche als Begleiterscheinung einer anderen Störung der Herzfunktion auftritt und während der Behandlung der ursprünglichen Erkrankung wieder abklingt.

Beschwerden der Erkrankung

Luftnot, Wasser in der Lunge bei einem Ödem, brodelnde Nebengeräusche oder rasselnde Geräusche bei der Atmung können auf eine Herzinsuffizienz hinweisen. Generell beklagt der Betroffene Schmerzen im Brustbereich, sowie eine erschwerte oder kaum mögliche Atmung. Als schwerste Form dieser Erkrankung ist der kardiogene Schock zu betrachten. Er geht mit kaltem Schweiß, vorübergehendem Verlust des Bewusstseins, einer starken Atemnot und einem kalten Gefühl von Händen und Füßen einher. Generell bedürfen die Symptome einer kardiologischen Untersuchung, da die Insuffizienz des Herzens Folgeerkrankungen nach sich ziehen, die Lunge dauerhaft schädigen oder die Begleitung einer schweren Herzerkrankung sein kann.

Diagnostik bei Herzinsuffizienz

Die körperliche Untersuchung, der Ultraschall und Röntgenuntersuchungen bringen einen sicheren Befund und schaffen die Möglichkeit, wirkungsvolle Medikamente gegen die Erkrankung zu finden. Das Röntgenbild dient dazu, eine koronare Herzkrankheit als Ursache erkennen, oder aber ausschließen zu können. Da es sich bei der Insuffizienz um eine meistens als Begleiterscheinung auftretende Funktionsstörung am Herzen handelt, muss die eigentliche Ursache erkannt und behandelt werden. Der Arzt erkennt bereits in der körperlichen Untersuchung, ob diese Erkrankung vorliegen kann und wird weitere Untersuchungen zur Sicherstellung der Diagnose einleiten. Ebenso werden ein MRT und bei Bedarf eine Laboruntersuchung der Blutwerte angestrebt.

Therapien bei Funktionsstörungen am Herzen

Die kausale Therapie ist die wichtigste Behandlung bei Herzinsuffizienz. Es gilt in erster Linie die Ursachen zu bekämpfen und den erhöhten Blutdruck zu senken, sowie eine vorhandene Erkrankung am Herzen gegebenenfalls operativ zu lindern. In den meisten Fällen werden sich die insuffizienten Beschwerden automatisch mindern, wenn die Erkrankung selbst behandelt wurde. Die nicht medikamentöse Behandlung wird in der Regel nur begleitend zur medikamentösen Therapie angewandt. Hierzu zählt die Gewichtsreduktion, der Hinweis und die Einstellung von Risikofaktoren, sowie eine empfohlene sportliche Aktivität. Um eine Herzerkrankung heilen zu können, ist eine medikamentöse Behandlung notwendig. Je nach Erkrankung ist es keine Seltenheit, dass der Patient sein Leben lang blutverdünnende Medikamente einnehmen und so die Funktionalität des Herzens begünstigen muss. Vor allem nach Operationen ist auf die medikamentöse Behandlung keinesfalls zu verzichten.

Vorsorge ist wichtig

Raucher, Menschen die fett essen und viel Alkohol trinken, setzen sich der Gefahr einer Herzinsuffizienz aus. Aber auch Nichtraucher und Patienten mit Herzfehlern oder Herzrhythmusstörungen können an einer Insuffizienz erkranken. Bei marginalen Symptomen ist es ratsam, sofort einen Kardiologen aufzusuchen und sich nicht mit einer Diagnostik vom Hausarzt zufrieden zu geben. Zur Vorsorge gehört auch eine gesunde Ernährung, bei der viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan steht. Menschen mit hohem Blutdruck sollten sich regelmäßig auf Probleme mit dem Herzen untersuchen lassen und nicht warten, bis ein Symptom auf eine Insuffizienz schließen lässt.

Bei Verdacht richtig reagieren

In den meisten Fällen heilt eine Insuffizienz des Herzens wieder vollständig aus. Dafür ist es aber wichtig, dass der Patient rechtzeitig zum Arzt geht und anhand der Diagnose eine Behandlung und Therapie erfährt. Nicht übersehen sollte er die Tatsache, dass die Erkrankung meist als Begleiterscheinung einer anderen Herzerkrankung auftritt und keine alleinige Krankheit ist. Nur wenn die verursachende Erkrankung erkannt und behandelt wird, kann die Herzinsuffizienz gelindert und dem Patienten neue Lebensqualität geschenkt werden. Vor allem bei ungesundem Lebenswandel, bei Stress und einer fettreichen Ernährung ist es ratsam, bei Bemerken von Atemnot oder Druck im Brustbereich zu reagieren und einen Check beim Arzt vornehmen zu lassen.

Vor allem ältere Menschen erkranken an einer Insuffizienz des Herzens. Meist handelt es sich um Patienten, die generell unter einer Herzschwäche, einem Herzfehler oder einer altersbedingten Funktionsstörung leiden. Eine Beseitigung der ursächlichen Erkrankung sorgt in der Regel für eine schnelle Linderung der Insuffizienz.

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Letzte Aktualisierung: 2. Februar 2014 von Herz-Insuffizienz.de